Tuesday, January 17, 2023

„Mein ganzes Bild gerät ins Wanken“ - Robert Lembkes Assistentin Jutta Lamprecht zu Gast im Erzählcafé

„Mein ganzes Bild gerät ins Wanken“ - Robert Lembkes Assistentin Jutta Lamprecht zu Gast im Erzählcafé Erstellt: 17.01.2023, 15:00 Uhr Von: Elena Royer Im Lenggrieser Erzählcafé plauderte Jutta Lamprecht über ihre Zusammenarbeit mit Robert Lembke. Während der Olympischen Spiele 1972 war sie seine Assistentin. Robert Lembkes Assistentin Jutta Lamprecht war zu Gast im Lenggrieser Erzählcafé und plauderte über Lebmke und ihre spannende Zeit beim Fernsehen. Lenggries – „Welches Schweinderl hätten S’ denn gern?“ Diesen Spruch verbinden die meisten wohl sofort mit Robert Lembke. War er doch Moderator der Quizsendung „Was bin ich?“. Dass er aber auch für die Fernsehübertragung der Olympischen Spiele 1972 in München verantwortlich war, ist weniger bekannt. Im Lenggrieser Erzählcafé hat nun seine damalige Assistentin Jutta Lamprecht über diese Zeiten aus dem Nähkästchen geplaudert. Robert Lembkes Assistentin Jutta Lamprecht als „Strippenzieherin im Hintergrund“ Lamprecht, die in Rottach-Egern wohnt, bezeichnet sich als „Strippenzieherin im Hintergrund“ bei der Rundfunkübertragung der Olympischen Spiele in München. „Wir hatten viele Sitzungen und Tagungen, empfingen Gäste aus aller Welt“, erzählte Lamprecht. Bevor sie Lembkes Assistentin wurde, war sie beim Gloria-Filmverleih in der Presseabteilung, danach beim ZDF in Unterföhring. Schon ein paar Jahre vor den Spielen begann sie, mit Lembke zu arbeiten. „Ab 1969 oder 1970 war das etwa“, erinnerte sie sich. Zuerst war ihr Arbeitsplatz in der Münchner Innenstadt, später auf dem Gelände der heutigen Zentralen Hochschulsportanlage (ZHS), wo sich damals das internationale Fernseh- und Rundfunkzentrum befand. In den Armen des Prinzgemahls An einen besonderen Moment während ihrer Zeit dort kann sich die heute 86-Jährige noch gut erinnern: „Einmal musste ich zu einem Minister. Ich bin also die Treppe runtergerannt, und in den Armen eines Mannes gelandet. Der hat mich nicht mehr losgelassen. Da hab’ ich gesehen: Es war der Prinzgemahl der Queen.“ Lamprecht wusste nicht recht, wie sie ihn ansprechen sollte, da erwiderte Philip: „Kein Problem, dann machen wir das Ganze einfach noch mal. Haben wir aber nicht“, berichtete Lamprecht lachend. Lembke konnte launisch, bissig und ungerecht sein Doch auch über Robert Lembke wusste sie viel zu erzählen. „Er war hochintelligent“, so Lamprecht. „Aber er konnte auch launisch, bissig und sehr ungerecht sein.“ Eines Morgens habe sie ihm, wie jeden Tag, Kaffee gebracht. Lembke erschien der Kaffee aber an diesem Tag zu stark, obwohl es die gleiche Maschine und die gleiche Menge Kaffeepulver wie immer war. Da brachte ihm Lamprecht am Tag darauf nur ein Glas Wasser mit einer einzigen Kaffeebohne darin. Auch zu Lembkes Sendung „Was bin ich?“ wusste die Rottacherin einiges zu erzählen. Etwa, dass Lembke die Sendung sehr wichtig war. „Der Kaiser von China hätte kommen können – ,Was bin ich?‘ musste laufen.“ „Was bin ich?“: War die Sendung vorher abgesprochen? Sein Hund „Jacky“ war oft bei den Sendungen dabei. „Lembke hat immer Leckerlis zur Kamera hingelegt, dass der Hund reinschaut“, verriet Lamprecht. Ob „Was bin ich?“ vorher abgesprochen war, wollte ein Zuhörer wissen. Lamprecht schmunzelte. „Nein“, sagte sie dann, konnte die Zuhörer aber nicht so recht überzeugen. Im Fernsehen auch nicht immer alles perfekt Obwohl Lembke verheiratet war, hat er von seiner Familie „keinen Gebrauch gemacht“, sagte Lamprecht. „Mein ganzes Bild gerät ins Wanken“, gestand eine Zuhörerin, die Lembke bislang wohl als sympathischen Showmaster in Erinnerung hatte. „Da sieht man, dass bei den Leuten aus dem Fernsehen auch nicht immer alles perfekt ist“, bilanzierte die Organisatorin des Erzählcafés, Barbara von Uthmann.