Thursday, April 28, 2022
Tschüss Altkanzler! Berliner Wirte schmeißen Gerhard Schröder raus. DAS ist der Grund
Berliner Kurier
Tschüss Altkanzler! Berliner Wirte schmeißen Gerhard Schröder raus. DAS ist der Grund
BK/km - Vor 1 Std.
Altkanzler Gerhard Schröder steht wegen seiner Freundschaft zu Putin nicht nur bei Politikern in der Kritik. Selbst SPD-Genossen verlangen ja inzwischen seinen Parteiaustritt. Jetzt kommt raus, dass auch Berliner Gastronomen keine gesteigerte Lust mehr auf das Gesicht von Schröder haben. Der hängt nämlich in etlichen Berliner Restaurants und Kneipen an der Wand ab. Und genau das soll sich jetzt ändern.
Tschüss Altkanzler! Berliner Wirte schmeißen Gerhard Schröder raus. DAS ist der Grund
Vielerorts sollen die Fotos und Andenken verschwinden! Den Anfang, so „Morning Briefing“-Unternehmer Gabor Steingart, macht die legendäre Berliner Karnevalskneipe „Ständige Vertretung“ (StäV) am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte. Die „Kult-Currywurst“ auf der Speisekarte werde künftig nicht mehr mit dem Bild von Schröder beworben.
Der Altkanzler sei als Werbefigur bis auf weiteres unerwünscht. Der Inhaber der Politikerkneipe, die einst von den Bonner Gastronomen Friedel Drautzburg und Harald Grunert gegründet wurde, bestätigte gegenüber einem Steingart-Kollegen, „dass man nach Protesten der Gäste bei der Neuauflage der Speisekarte auf das Bild Schröders verzichten“ wolle.
Andere Lokale ziehen nach. So das Capriccio in Dahlem und das Cassambalis in Charlottenburg, wo Schröder gerne mit seinem Kumpel und ehemaligen Innenminister Otto Schily diniere. Auch hier hätten sich Gäste beschwert, also sollen die Bilder des früheren Kanzlers abgehängt werden.
Ganz heimatlos wird Schröder aber wohl nicht in der Berliner Gastroszene. „Ihm bleibt noch der ebenfalls aus Bonn mit nach Berlin umgezogene Edelitaliener Il Punto, der Schröder und andere Größen der Bonner Republik in der fotografischen Veredelung von Konrad Müller zeigt“, so Steingart. Der Promiwirt dürfte die schwarz-weißen Fotografien nicht als Bekenntnis zu Putin, sondern als Bekenntnis zur Geschichte verstehen, zur Geschichte der Bonner Republik wie sie nun mal war, hieß es.