Saturday, March 19, 2022

Ukrainekrieg: Xi fordert schnelles Kriegsende, Pannen bei Putins Propagandashow

Ukrainekrieg: Xi fordert schnelles Kriegsende, Pannen bei Putins Propagandashow DER SPIEGEL Felix Keßler - Gestern um 20:42 Dutzende Menschen werden aus dem zerbombten Theater in Mariupol gerettet. China scheut weiter vor direkter Kritik an Russland zurück. Und ein Auftritt von Putin läuft nicht wie geplant. Die Entwicklungen des Tages im Überblick. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert nach 23 Tagen an. Das Leid und die Schäden sind bereits jetzt enorm, vor dem vierten Wochenende seit Beginn des Konflikts zeichnet sich kein Ende der Gefechte ab. Deutschland, Frankreich und inzwischen auch China fordern ein Ende der Kämpfe – Peking allerdings ohne Russland direkt zu kritisieren. Die humanitäre Lage in weiten Teilen der Ukraine bleibt verheerend. Militärische Lage Nachdem russische Einheiten zuletzt immer tiefer in die Ukraine vorgedrungen waren, scheinen sich die russischen Bewegungen inzwischen erheblich verlangsamt zu haben. In den frühen Morgenstunden haben die russischen Truppen einen schweren Luftschlag gegen einen Flughafen außerhalb der Großstadt Lwiw im Westen des Landes verübt. Die Attacke war laut der Nachrichtenagentur AP bislang die Attacke, die der Großstadt am nächsten kam. Laut Nachrichtenagentur AP kam die Attacke der Großstadt bisher am nächsten. Moskau bestätigte den Angriff am Abend und teilte mit, auf dem Flugplatz seien ukrainische Kampfflugzeuge abgestellt gewesen. Angriffe seien zudem auf Munitionsdepots in Vororten der Städte Mykolajiw und Wosnessensk geflogen worden. Das ließ sich nicht unabhängig überprüfen. In Lwiw halten sich derzeit Tausende Geflüchtete aus anderen Teilen der Ukraine auf. Der in Teilen immer noch intakten ukrainischen Luftabwehr gelang es nach eigenen Angaben, zwei der sechs vom Schwarzen Meer aus abgefeuerten Raketen abzufangen. In Mariupol haben Rettungskräfte bislang mindestens 130 Überlebende aus den Ruinen des durch Beschuss zerstörten Theaters geborgen. Angaben der Stadtverwaltung im Internetdienst Telegram machten Hoffnung, der Angriff auf die Kultureinrichtung, in der sich offenbar Dutzende Schutzsuchende aufhielten, könnte vergleichsweise glimpflich ausgegangen sein. Die Behörden teilten mit, nach ersten Informationen gebe es keine Toten, ein Mensch sei jedoch schwer verletzt worden. Wegen Russlands Belagerung von Mariupol lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor gesagt, neben den Geretteten seien noch Hunderte weitere säßen noch unter dem Schutt eingeschlossen. Die Behörden in der Hauptstadt Kiew meldeten am Nachmittag, dass dort seit Beginn der russischen Invasion 222 Menschen getötet worden seien. Zudem seien 889 Menschen verletzt worden, unter ihnen 241 Zivilisten. Kiew wurde auch am Freitag weiter beschossen. Dabei wurde unter anderem ein Wohnhaus im Stadtteil Podil getroffen, Dutzende Personen wurden evakuiert. Ukrainische Verbände versuchten indes, die Angreifer aus einigen Dörfern rund um die Hauptstadt zurückzudrängen. Kiews Bürgemeister Vitali Klitschko äußerte sich in einem Selfie-Video zu dem Angriff in Podil.