Tuesday, September 14, 2021

Wells Fargo: Elizabeth Warren fordert Zerschlagung der Großbank

Wells Fargo: Elizabeth Warren fordert Zerschlagung der Großbank Michael Brächer vor 14 Std. In einem Brief an die Notenbank Fed dringt die Demokratin darauf, dass die viertgrößte Bank der USA ihre Investment-Aktivitäten aufgibt. Anders ließen sich die »Defizite beim Risikomanagement« nicht beheben. Dieser Vorschlag aus Massachusetts dürfte der Großbank Wells Fargo kaum gefallen: In einem Brief an die US-Notenbank Fed fordert die demokratische Abgeordnete Elizabeth Warren die Zerschlagung der Großbank. Die Demokratin verlangt, das Universalbankgeschäft mit den Spareinlagen der Kunden von der Investmentbank an der Wall Street abzutrennen, berichtet die »New York Times«. Die Bank müsse ihre Investmentbank-Aktivitäten an der Wall Street aufgeben, so Warren. Nur so lasse sich sicherstellen, dass »ihre Führungsriege ihre gesamte Aufmerksamkeit darauf verwendet, die zahlreichen chronischen Defizite beim Risikomanagement zu beheben«. Es ist nicht die erste medienwirksame Forderung von Elizabeth Warren. Die Demokratin wird dem linken Spektrum ihrer Partei zugeordnet und sorgte in der Vergangenheit etwa mit ihrem Ruf nach einer höheren Steuer für Superreiche für Kontroversen. Scheinkonten, Strafzahlungen, besondere Auflagen Die Fed bestätigte den Eingang des Schreibens, äußerte sich aber nicht zu den Erfolgsaussichten der Forderung. Auch die Bank selbst wollte Warrens Schreiben offenbar zunächst nicht kommentieren. Wells Fargo gilt als viertgrößte Bank der USA. Das Geldhaus hatte bereits 2016 eingeräumt, jahrelang Scheinkonten geführt zu haben, die sich keinen echten Kunden zuordnen ließen. Im vergangenen Jahr hatte die Bank einem Vergleich mit Justizministerium und Börsenaufsicht SEC über 3 Milliarden Dollar zugestimmt. Noch immer gelten für das Geschäft von Wells Fargo besondere Auflagen. Die Aktionäre des Instituts sehen die Forderung der Demokratin nun offenbar gelassen: Der Kurs der Wells-Fargo-Aktie legte leicht zu.