Thursday, September 9, 2021
WM-Qualifikation: Warum die ersten Flick-Länderspiele ein Armutszeugnis für Joachim Löw sind
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WM-Qualifikation: Warum die ersten Flick-Länderspiele ein Armutszeugnis für Joachim Löw sind
Dieter Hoß vor 9 Std.
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Drei Siege, 12:0 Tore. Das hört sich nach der Bilanz einer deutschen Nationalelf in der WM-Quali an. Neu-Coach Hansi Flick hat in nur drei Spielen mehr bewegt als sein Vorgänger in drei Jahren. Ein Armutszeugnis für Joachim Löw.
Selbstverständlich sollte es keine große Sache sein, wenn der vierfache Welt- und dreifache Europameister in der WM-Qualifikation drei Gegner aus der dritten und vierten Reihe des europäischen Fußballs recht sicher besiegt. Schon gar nicht, wenn unter den Ergebnissen auch ein furchtbar verkrampftes, eher blamables 2:0 gegen Liechtenstein ist; ein allzu schmaler Sieg gegen die bewundernswert standhafte Auswahl eines Zwergstaates, dessen gesamte Bevölkerung (gut 38.000) nicht ausreicht, das Dortmunder Stadion auch nur zur Hälfte zu füllen.
Und dennoch ist die Bilanz der ersten drei Länderspiele unter Neu-Coach Hansi Flick bemerkenswert. Weil eben zuletzt, zum Ende der Ära Löw, gar nichts mehr selbstverständlich war bei der "Mannschaft". Schlimmer noch: Die Truppe wirkte, als hätte sie keinerlei Mittel, den Absturz aufzuhalten. Man hatte sich als Fan ja schon damit abgefunden, dass die DFB-Auswahl auf absehbare Zeit mit der Vergabe von WM- und EM-Titeln nichts zu tun haben wird. Und selbst das schier Undenkbare schien durchaus möglich: ein großes Turnier ohne Deutschland.
Hansi Flick: Angst vor Scheitern in der WM-Quali ist jetzt weg
Zumindest diese Angst hat Hansi Flick den Fans schon genommen. Nicht wegen der drei Siege gegen unterklassige Gegner, sondern weil schon in diesen drei Spielen eine Entwicklung zu erkennen war. Verkrampfte die Mannschaft gegen Liechtenstein noch im Löw'schen Stil, zeigte sie schon gegen Armenien ein ganz anderes Gesicht. Sie spielte aktiv, setzte den Gegner unter Druck, traute sich Direktspiel zu und versuchte jederzeit, verlorene Bälle schnellstmöglich zurückzugewinnen. All' das hatte man schon so lange vermisst. Das Stuttgarter Publikum ließ während des Armenien-Spiels seiner Freude jedenfalls freien Lauf.
Bis zuletzt wurde versucht, Tore zu schießen. Sowohl gegen Armenien als auch gegen Island fielen Treffer noch in letzter Minute – trotz jeweils klarer Führung. Das erinnerte – ein ganz klein wenig! – an den FC Bayern Flick'scher Prägung. Und, was vor allem gegen die Isländer sichtbar war: Starke Spielphasen des Gegners warfen die Mannschaft nicht mehr um. Dagegen war unter Löw die Truppe derart verunsichert, dass mit jedem gelungenen Spielzug der gegnerischen Mannschaft die Verkrampfung derart zunahm, dass selbst Nordmazedonien einen unter dem Strich nicht unverdienten Sieg einfahren konnte. In einem Pflichtspiel, wohlgemerkt! Das 1:2 gegen den 72. der Weltrangliste Ende März – erst die dritte Niederlage in jetzt genau 100 WM-Quali-Spielen – war eine der größten Blamagen der gesamten Nationalelf-Historie.
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