Thursday, November 3, 2022
Wohnungsgesellschaft: Mieterhöhung um 5 Prozent bei etlichen Altverträgen
SZ - Sächsische Zeitung
Wohnungsgesellschaft: Mieterhöhung um 5 Prozent bei etlichen Altverträgen
Gestern um 18:00
Hoyerswerda. Mieterhöhungen sind ein heißes Eisen. Die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda mbH (WH) hat sich jetzt aber dazu zum 1. Januar 2023 entschlossen.
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„Für mehr als zwei Drittel aller Mietverträge ändert sich nichts“, sagt WH-Geschäftsführer Steffen Markgraf. „Die moderate Erhöhung der Nettokaltmiete um 5 Prozent betrifft nur rund 30 Prozent der Mietverträge. Dabei handelt es sich um ältere Verträge, bei denen die letzte Mietanpassung viele Jahre zurückliegt – in vielen Fällen mehr als 10 Jahre. Es existieren noch Mietverträge mit Kaltmieten im niedrigen 3 € Bereich. Hier wollen wir eine gerechtere Kostenverteilung vornehmen. Die Durchschnittsmiete unserer WH liegt 2022 bei 4,88 €/m², damit sind wir im bundesweiten Vergleich mit den günstigsten Mieten zu finden.“Die Erhöhung werde je nach Größe und Lage der Wohnung durchschnittlich bei 5 bis 20 Euro pro Monat und Wohnung liegen. Im Ausnahmefall können es bei sehr großen Wohnungen auch bis zu rund 33 Euro sein. „Wir sind bei der Neuberechnung mit Augenmaß vorgegangen und haben bei Weitem nicht die vorhandenen Möglichkeiten ausgeschöpft“, erklärt Steffen Markgraf, „denn übergeordnetes Ziel ist und bleibt für uns, das Wohnen in Hoyerswerda für alle bezahlbar zu halten – auch für Haushalte mit geringerem Einkommen.“
Über die Anpassung wurden laut WH alle betroffenen Mieterinnen und Mieter in den letzten Tagen mit einem individuellen Brief informiert. Eine aktive Zustimmung der Mieter ist bis zum 31. Dezember 2022 erforderlich. Das Team der WH steht nach eigenen Angaben für alle Rückfragen seiner Mieter zur Verfügung – per Telefon, E-Mail oder im persönlichen Gespräch. „Wir sind vor Ort für die Mieterinnen und Mieter da und helfen zum Beispiel auch bei der Kontaktvermittlung zum Bürgeramt rund um den Anspruch auf Wohngeld gern weiter“, so Geschäftsführer Steffen Markgraf.
In einer Pressemitteilung zeigt das Unternehmen zudem auf, dass jährlich 10-11 Millionen Euro in den Wohnungsbestand investiert werden. „Die aktuellen Rahmenbedingungen jedoch, vor allem die extrem gestiegenen Materialkosten, Kosten bei der Beauftragung von Handwerksfirmen und zuletzt auch spürbar gestiegene Kosten für Lieferungen und Leistungen verschiedenster Dienstleister, machen es notwendig, dass zum 1. Januar 2023 in einigen Bereichen die Nettokaltmieten moderat angepasst werden müssen.“ (red/US)